Aktionen

Jede soziale Gemeinschaft entsteht nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten. Gemeinsames Tun bringt Menschen zusammen. Ebenso lebt Jungschar im Tun, große Aktionen waren und sind dazu von hoher Bedeutung. Sie stellen nicht nur intensive gemeinsame Erlebnisse dar, sondern auch symbolische Orte der Verständigung. Im gemeinsamen Singen, Spielen, in Wettkämpfen oder kooperativen Aktivitäten wird intensiv kommuniziert und Verbindlichkeit hergestellt. Gefragt werden kann, welche Ideen hier jeweils von zentraler Bedeutung waren, welche ideologischen Konzepte dahinter standen, welche Themen nicht angesprochen oder ausgeblendet wurden. Symbole repräsentierten etwas nicht-Vorhandenes, auf das doch Bezug genommen wurde. Das Abwesende wird durch das Symbol anwesend. Für die Jungschar sind religiöse Symbol naturgemäß zentral, gleichzeitig sprechen die Symbole aber auch politische, nationale und soziale Verhältnisse an. Die Fackel beim Fackellauf hat hier ebenso Bedeutung wie die Figuren der Heiligen Drei Könige bei den Sternsingeraktionen, der Heilige Nikolaus im Zusammenhang mit Niklausaktionen oder zentrale Veranstaltungen bei den Kindergroßveranstaltungen.

Auch die Arbeit mit Kindern steht in politischen Kontexten und erfolgt nicht wertneutral, hat doch die Jungschar die Wertevermittlung immer als bedeutsame Aufgabe gesehen. Die konkreten Werte freilich wandelten sich über die Jahrzehnte hinweg, die Formen selbstredend ebenso.

Für die Sozialisation von Tausenden Kindern in Österreich spielten die vielen kleinen Lager auf Pfarrebene ebenso wie die Großveranstaltungen auf Diözesan- oder Bundesebene eine wichtige Rolle als Lern- und Erlebnisraum.

Von den Lichtstafetten beginnend über die Kindergroßveranstaltungen Bubenolympiade, Palette und Bundeslager, die Sternsinger-, Ostergruß- und Nikolausaktionen bis zu den jüngeren Aktionen zum Tag der Kinderrechte am 20. November reicht das hier Dargestellte.

Kinderlager