Großveranstaltungen

Die Bubenolympiaden: 1962, 1966, 1970, 1974, 1978

Die Bubenolympiaden (Buoly) stellten eine der ersten gemeinsamen Aktivitäten der Bundes-Bubenjungschar nach Ende der Lichtstafetten dar, sieht man von den jährlichen Sternsingeraktionen ab. Die Bubenolympiade fand insgesamt fünf Mal statt, jedesmal nahmen jeweils mehrere Tausend Buben an der einwöchigen Veranstaltung teil (1962: 2.500, 1966: 4.000). Alle vier Jahre – wie bei den olympischen Spielen eben – traf man sich zum interdiözesenen Kräftemessen. 1978 wies eine Studie nach, dass aufgrund des Wettkampfcharakters der Großveranstaltung die Buben nach den Buoly mehr Vorurteile gegenüber Kindern aus anderen Diözesen hatten als vorher. Auch aus diesem Grund fanden 1982 und 1986 Bundeslager (Bubula – Bubenbundeslager) ohne Wettkampfcharakter statt.

Für die MitarbeiterInnen und wohl auch viele der Teilnehmer blieben die Bundeslager wichtige Erinnerungen an ihre Jungscharzeit. Großveranstaltungen bedingen Großgruppenerlebnisse von hoher emotionaler Intensität, die nicht so leicht vergessen wurden. Für Mädchen wurde 1980, 1984 und 1988 in Salzburg die „Palette“ veranstaltet.

Die Mädchengroßveranstaltungen
Magnet 66 und Palette: 1980, 1984, 1988

„Magnet“ und „Palette“ waren die Kindergroßveranstaltungen für Mädchen. Sie fanden nicht als Zeltlager wie die Bubenlager in Schieleiten, sondern im urbanen Salzburg statt. Geschlafen wurde in Turnsälen, untertags tummelten sich die Tausenden Jungscharmädchen am Kapitelplatz und anderswo in der Salzburger Innenstadt. Die „Palette“ fand insgesamt sechs Mal statt:

„Palette 72“ – 8.-12.7.1972, Innsbruck
„Palette 77“ – 11.-16.7.1977, Salzburg
„Palette 80“ – 14.-19. Juli 1980, Salzburg
„Palette 5 - unser Fest“ – 8.-14.7.1984, Salzburg
„Palette 88“ – 10.-16.7.1988, Salzburg

Rechnet man von 1988 sechs Mal vier Jahre zurück, müsste die erste Palette 1968 stattgefunden haben. Doch die erste Mädchen-Großveranstaltung gab es bereits 1966, sie hieß damals Magnet 66.

1990 sollte es eine gemeinsame koedukative Kindergroßveranstaltung geben, die aufgrund von Bedenken von bischöflicher Seite nicht durchgeführt wurde. Wenige Jahre später realisierten einige Diözesen die Idee in Form von diözesanen Kindergroßveranstaltungen.